Dienstag, 16. Juni 2020

Appenmühle wird auf neusten Stand gebracht

Wasserkraftwerk und Fischtreppe am Thomaswehr werden nach 20-jährigem Betrieb ökologisch modernisiert

Die Fischtreppe am Thomaswehr sowie der Rechen und der Fischabstieg vor dem Turbinenhaus im Kornweg an der Alb sind in die Jahre gekommen und erfüllen nicht mehr die gesetzlichen Vorgaben. Jetzt galt es zu entscheiden, ob das Laufwasserkraftwerk stillgelegt oder modernisiert wird. Keine leichte Entscheidung für die Stadtwerke, da erhebliche Finanzmittel in die Hand genommen werden müssen. Ausschlag gab dann die historische Bedeutung der Mühle und die Vorzeigemöglichkeit von regenerativer Energieerzeugung aus Wasserkraft im Stadtgebiet. Der Umbau soll im zweiten Halbjahr starten und bis in den Herbst hinein dauern. Aufgeteilt werden die Modernisierungsmaßnahmen in zwei Teilabschnitte:
Begonnen wird Ende Juni mit der Erneuerung des Fischabstieges am Turbinenhaus. Hier wird der aktuelle Vertikalrechen, der die Turbine vor Schwemmgut schützt und die flussabwärts wandernden Fische vor einem Tod in der Turbine bewahrt, gegen einen modernen Horizontalrechen eingetauscht. Letzterer wird in einem günstigeren Strömungswinkel positioniert. Abwandernde Fische gelangen am Rechen vorbei durch ein Fenster in den so genannten Leerschusskanal und werden sicher in das Unterwasser der Alb geleitet.
Der zweite Bauabschnitt startet im Herbst an der flussaufwärtsliegenden Fischtreppe und am Thomaswehr. Hier sind die Stadtwerke eine Kooperation mit dem Tiefbauamt eingegangen, das zur gleichen Zeit ein gewässerbauliches Projekt zur Verbesserung der Gewässerstruktur an der Alb realisieren wird. Um die Fischtreppe zu erneuern, werden die vorhandenen großen Steine entfernt. In einem zweiten Schritt wird ein neuer so genannter Schlitzpass mit Holzeinbauten eingefügt. Neben der Fischtreppe wird zudem am Thomaswehr eine neue Spülklappe installiert. Sie dient dazu, den aufgestauten Wasserspiegel konstant zu halten, um das Stauziel präzise einzuhalten.
Wasserkraft mit langer Tradition
Bereits Ende des 14. Jahrhunderts wurde am heutigen Kornweg an der Alb eine Mühle, die die Wasserkraft zum Mahlen von Getreide nutzte, urkundlich erwähnt. Im Jahr 1894 ging sie in den Besitz der Stadt Karlsruhe über, für die sie ab 1925 bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges mit einer kleinen Wasserturbine Strom erzeugte. 1944 wurde das Gebäude durch einen Bombenangriff zerstört und 1950 wiederaufgebaut.
Die Nutzung der Wasserkraft wurde erst wieder im Jahr 2000 reaktiviert: Nach dem Erwerb der wasserrechtlichen Genehmigung und aufwendigen Reaktivierungsmaßnahmen nahmen die Stadtwerke Karlsruhe das damals ökologisch mustergültige Wasserkraftwerk Appenmühle mit einer Leistung von 40 kW wieder in Betrieb. Stadtwerke Karlsruhe

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